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Das Abkommen zwischen EU und Mercosur bringt viele Vorteile für deutsche Unternehmen

Land: Brasilien


Kleine und mittelständische Unternehmen profitieren besonders / Von Carl Moses

Buenos Aires (GTAI) - Das Handelsabkommen zwischen der EU und dem Mercosur birgt große Chancen und Herausforderungen für beide Seiten. Für deutsche Unternehmen überwiegen die Vorteile.

Das allenthalben als historischer Meilenstein bezeichnete Handelsabkommen zwischen der Europäischen Union (EU) und dem südamerikanischen Staatenbund Mercosur wirft seinen Schatten voraus. Auch wenn es bis zur Ratifizierung des Abkommens durch alle Instanzen noch eine Weile dauern dürfte, sind die Unternehmen in beiden Wirtschaftsräumen gut beraten, sich möglichst bald auf die neuen Perspektiven einzustellen. Zumal es Bestrebungen gibt, die neuen Handelsbestimmungen schon möglichst bald provisorisch in Kraft zu setzen.

Die EU und der Mercosur sind zwei wirtschaftlich stark komplementäre Regionen. Während die Südamerikaner bei Agrarrohstoffen nahezu unschlagbar sind, liefern die Europäer Autos, Maschinen und Chemikalien. Die EU ist nach China der zweitgrößte Handelspartner des Mercosur; sie nimmt 19 Prozent der Exporte ab und liefert 21 Prozent der Importe des Mercosur.

Umgekehrt macht der Mercosur für die EU allerdings nur wenig mehr als 2 Prozent ihres Außenhandels mit Drittländern aus. Die EU lieferte 2018 Waren im Wert von 45 Milliarden Euro in den Mercosur. Dazu kommen Exporte europäischer Dienstleistungen von 23 Milliarden Euro (2017). Die EU ist überdies der größte ausländische Investor im Mercosur. Mit 381 Milliarden Euro haben europäische Unternehmen im Mercosur mehr als doppelt so viel investiert wie in China.

Quelle: GTAI - Germany Trade & Invest