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Deutscher Export nach Lateinamerika steigt langsamer

Land: Argentinien, Chile, Kolumbien, Peru


Mexiko bleibt größter Abnehmer in der Region

Bonn (GTAI) - Insgesamt ist der Anteil Lateinamerikas an den deutschen Exporten gering. Doch legte die Ausfuhr dorthin zuletzt deutlich zu. Das 1. Halbjahr 2019 verspricht für das Gesamtjahr weniger Dynamik.

In den Jahren 2017 und 2018 entwickelte sich der Wert der deutschen Exporte in die 33 Staaten Lateinamerikas und der Karibik rasant nach oben. Doch das hohe Tempo kann im Jahr 2019 nicht gehalten werden. Das geht aus den Daten des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden hervor. Grund dafür sind die gesunkenen Wachstumserwartungen in den Volkswirtschaften der wichtigsten Abnehmerländer.

IWF hat Wachstumsprognose mehr als halbiert

Der Internationale Währungsfonds (IWF) korrigierte im Juli 2019 seine regionale Wachstumsprognose für Lateinamerika und die Karibik gegenüber April um 0,8 Prozentpunkte nach unten. Die Organisation geht nun von einer realen Zunahme des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,6 Prozent aus. Rechnet man Venezuela heraus, dürften es dem IWF zufolge 1,3 Prozent werden.

Das BIP Mexikos und Brasiliens - mit Abstand die beiden größten Abnehmer deutscher Waren in der Region - dürfte demnach 2019 jeweils unter 1 Prozent zulegen. Argentiniens Wirtschaft wird 2019 trotz Besserung das zweite Jahr infolge schrumpfen. Der ungewisse Ausgang der im Oktober anstehenden Präsidentschaftswahl belastet hier zusätzlich die Stimmung. Die Volkswirtschaften Perus, Kolumbiens und Chiles dürften laut IWF dagegen jeweils um über 3 Prozent real wachsen. Doch nehmen diese drei Länder zusammen nur etwa ein Siebtel der deutschen Warenlieferungen nach Lateinamerika ab.

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Quelle: GTAI