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Eurasische Wirtschaftsunion führt Chemikalienverordnung ein

Land: Armenien, Belarus, Kasachstan, Kirgisistan, Russland


Künftig gilt ein Standard für Gefahrenkennzeichnungen

Bonn (GTAI) - Russland, Kasachstan, Belarus, Kirgisistan und Armenien erstellen seit dem 1. Dezember 2018 eine Übersicht über Chemikalien, die in der Eurasischen Wirtschaftsunion im Umlauf sind.

Die Mitgliedstaaten haben am 1. Dezember 2018 damit begonnen, nationale Register über Chemikalien anzulegen. Dies geht aus der geltenden Chemikalienverordnung der Eurasischen Wirtschaftsunion hervor. Es sollen Stoffe registriert und geprüft werden, die bereits in der Eurasischen Wirtschaftsunion im Umlauf sind. Ab dem 1. März 2021 sollen diese nationalen Register zu einer länderübergreifenden Datenbank zusammengeführt werden.

Die Eurasische Wirtschaftskommission hatte am 3. März 2017 das technische Reglement "Über die Sicherheit von chemischen Produkten" verabschiedet. Diese Chemikalienverordnung trat am 2. April 2018 in Kraft und regelt die Bewertung, Registrierung, Zulassung und das Verbot von chemischen Stoffen.

Chemieprodukte erhalten eine einheitliche Kennzeichnung

Nun gilt in Russland, Belarus, Kasachstan, Kirgisistan und Armenien der Standard GOST 31340-2013. Dieser Standard entspricht dem weltweit einheitlichen System zur Kennzeichnung von Chemikalien auf Verpackungen und Sicherheitshinweisen.

Mit der Datenbank entsteht ab März 2021 ein Kontrollsystem ähnlich wie in der Europäischen Union. Dort gilt seit 2007 die europaweite Verordnung REACH. Diese Abkürzung steht für Registration, Authorization, Evaluation and Restrictation of Chemicals (Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung von Chemikalien). Die Umweltämter erhalten einen Überblick über Stoffe, die Verbraucher und Umwelt schaden und können diese aus dem Verkehr ziehen. Hersteller können gefährliche Stoffe in den Lieferketten mit harmloseren Stoffen ersetzen.

Mehr dazu im verlinkten Artikel.

Quelle: GTAI - Germany Trade & Invest