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Grünes Lateinamerika

Land: Brasilien


Der Energiesektor ist weiterhin auf dem Vormarsch / Von Judith Illerhaus

Bonn (GTAI) - Lateinamerika punktet schon heute mit einer überdurchschnittlich sauberen Energiematrix im weltweiten Vergleich. Nichtsdestotrotz fallen manche Länder aus dem Rahmen.

Laut der Internationalen Energieagentur (IEA) wird der Energiebedarf aller lateinamerikanischer Länder bis zum Jahre 2030 um insgesamt 70 Prozent steigen. Dies entspricht einem Mehrbedarf von mehr als 140 Gigawatt, der aus möglichst großen Anteilen Erneuerbarer Energien (EE) stammen soll. Aufgrund der Heterogenität der lateinamerikanischen Märkte und ihrer geografischen Eigenschaften stellt dieser Elektrizitätsanspruch eine Herausforderung dar, der die Länder jeweils unterschiedlich begegnen.

Dennoch weist die Internationale Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA) auf den bereits außerordentlichen Status Quo Lateinamerikas im Bereich der EE hin. Laut IRENA seien in der Region einige der dynamischsten Märkte für EE zu finden; immerhin stammt mehr als ein Viertel der Primärenergie aus Erneuerbaren - dies entspricht der doppelten Menge des globalen Durchschnitts und macht Lateinamerikas Elektrizitätsmatrix zur saubersten weltweit. Die lateinamerikanischen Energiesektoren sind größtenteils noch durch eine hohe Abhängigkeit von Wasserkraft gekennzeichnet. Die Kombination mit weiteren erneuerbaren Energiequellen ist ein wichtiger Schritt zum Erfolg aller Länder der Region.

Dank zahlreicher Versteigerungen von Konzessionen konnte die Diversifikation des Energiesektors bereits stark vorangetrieben werden. Insbesondere Wind- und Solarenergie haben in den letzten Jahren stark zugelegt. Die Interamerikanische Entwicklungsbank (IDB) weist dennoch daraufhin, dass es große regionale Unterschiede auf dem Kontinent gibt, die sich ebenso auf den Bedarf der einzelnen Länder übertragen lassen. Bis 2040 prognostiziert die IDB der Region einen zusätzlichen Energieverbrauch von 689 Megatonnen Öleinheiten.

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Quelle: GTAI - Germany Trade & Invest