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Indonesiens neuer Staatsfonds soll Infrastruktur voranbringen

Land: Indonesien


Die indonesische Regierung hat einen staatlichen Investmentfonds aufgelegt und mit 5 Milliarden US-Dollar (US$) ausgestattet. Ein Mehrfaches davon soll an ausländischen Mitteln eingeworben werden. Von mindestens weiteren 15 Milliarden bis 20 Milliarden US$ ist die Rede. Rechtsgrundlage ist die sogenannte "Omnibus Law on Job Creation", ein großangelegtes Reformprojekt, das unter anderem auch das Investitionsrecht grundlegend liberalisiert.

Anders als andere Staatsfonds, deren Erträge etwa in die Altersversorgung der eigenen Bevölkerung fließen oder Währungsreserven stärken sollen, will der INA (Indonesia Investment Authority) genannte Staatsfonds vor allem Mittel in den Ausbau der rückständigen Infrastruktur des Archipels leiten, wo große Summen über lange Zeiträume vorgestreckt werden müssen. 

Im Vergleich zu Staatsfonds wohlhabender Länder ist der indonesische ausgesprochen klein. So verwaltet etwa der auf Grundlage riesiger Ölreserven geschaffene norwegische Government Pension Fund über eine Billionen US$ und damit mehr als die gesamte indonesische Volkswirtschaft in einem Jahr erwirtschaftet. Auch die Singapore Investment Corporation (GIC) verfügt über mehrere Hundert Milliarden US$.

Quelle: GTAI