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Investitionsklima in Serbien

Land: Serbien


Für Serbien wird in 2017 ein Wirtschaftswachstum von über 2 Prozent erwartet. Vor allem die robuste Auslandsnachfrage steht hinter dem Auftrieb.

 

Zahlreiche Unternehmen mit ausländischem Hintergrund haben in Serbien einen Fertigungsstandort platziert. Hier locken insbesondere die günstigen Lohnkosten, leistungsbereite und produktive Arbeitskräfte sowie eine gute Anbindung an Mittel- und Osteuropa. Um das Interesse der Investoren zu wecken, werden neu geschaffene Arbeitsplätze mit Zuschüssen gefördert.

Positiv wahrgenommen werden von den Unternehmen die stabilen Preise, verschiedene Gesundheitsindikatoren, überschaubare Kosten bei Entlassungen sowie die Verbreitung von Festnetz und mobilem Internet.

Kritisiert werden vor allem die fehlenden Erfolge bei Bekämpfung von Korruption und Kriminalität, aber auch die mangelnde Rechtssicherheit, fehlende Transparenz der öffentlichen Vergabe sowie die allgemeine Bürokratie und Unzulänglichkeiten im Steuersystem.

In Serbien engagieren sich mittlerweile rund 350 deutsche Unternehmen mit annähernd 35.000 Beschäftigten. Schwerpunkte dabei sind die Automobilzulieferindustrie, der Groß- und Einzelhandel sowie die Baustoffindustrie. Seit kurzem steht auch der Agrarsektor (Saatgutherstellung, Schweinemast und –fleischverarbeitung) im Fokus.

 

Die ausländischen Direktinvestitionen konzentrierten sich in den letzten sechs Jahren hauptsächlich auf drei Branchen: Mit einem Anteil von 31,6% lagen Engagements im verarbeitenden Gewerbe ganz vorne, mit 22,7% folgen die Beteiligungen im Bereich Banken und Versicherungen. 17,3% wurden in den Groß- und Einzelhandel investiert.

Mit Abstand folgten die Sektoren Bergbau mit 8,7% und Bau mit 6,9%.

Innerhalb des verarbeitenden Gewerbes zählten der Bereich Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren, die Sparte Gummi und Kunststoffe sowie der Automobilbau zu den wichtigsten Anlagezielen.

Quelle: www.gtai.de