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Mexikanische Petrochemie mit neuen Projekten

Land: Mexiko


Kapazitäten richten sich an Abnehmer in Kfz - und Verpackungsindustrie / Gesamtausstoß jedoch nach wie vor rückläufig / Von Florian Steinmeyer

Mexiko-Stadt (GTAI) - Unternehmen der mexikanischen Industrie haben immer größere Probleme, chemische Vorprodukte im Land zu beziehen. Rund 70 Prozent der chemischen Ausgangsstoffe stammen aus dem Ausland. Hauptgrund sind die veralteten Anlagen des Staatskonzerns Pemex, der nur langsam in die Modernisierung investieren kann. Dank der 2013 verabschiedeten Energiereform gibt es mehr Freiheiten für private Investoren. Diese zögern noch, aber erste Projekte laufen bereits.

Nachdem die Verarbeitung von Öl und Gas zu Basischemikalien in Mexiko über Jahrzehnte dem Staat vorbehalten war, ändern die Energiereform und mit ihr einhergehende Liberalisierungen derzeit die Spielregeln. Private Firmen können nun frei in die Produktion von Kraftstoffen und Basischemikalien investieren. Seit 2016 ist darüber hinaus das staatliche Monopol für den Import von Kraftstoffen gefallen.

Jedoch zeichnet der ehemalige Staatsmonopolist Petróleos Mexicanos (Pemex) derzeit noch verantwortlich für fast die komplette nationale Produktion an Kraftstoffen und Basischemikalien. Das Unternehmen befindet sich sowohl organisatorisch - durch die Energiereform - als auch finanziell in einer schwierigen Phase. Der seit 2014 weltweit geringe Ölpreis hat den Umsatz zusammen schmelzen lassen und für immer neue Einsparrunden gesorgt.

Quelle: GTAI - Germany Trade & Invest