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Pandemie drückt Verkäufe von Elektromaterial

Land: Spanien


Pandemie drückt Verkäufe von Elektromaterial | Branchen | Spanien | Elektronik

 

Die Verkäufe von Elektromaterial in Spanien brachen 2020 um 12,4 Prozent ein. Branchenvertreter rechnen 2021 mit einem schwierigen Start, gefolgt von einer kräftigen Erholung.

 

15.02.2021

Von Oliver Idem | Madrid

Das Krisenjahr 2020 hat auch Spuren bei den Verkäufen von Elektromaterial (zum Beispiel Stecker, Schalter, Sicherungen) hinterlassen. Der Fachverband Asociación de Fabricantes de Material Eléctrico (AFME) errechnete für 2020 einen Umsatzindex von 47,3 Punkten. Damit lag der Absatz wieder auf dem Niveau von 2017.

Auf dem Inlandsmarkt gingen die Verkäufe 2020 um 12,4 Prozent zurück. Dafür war vor allem die Corona-Pandemie verantwortlich. Diese wirkte sich ab März durch einen umfangreichen Lockdown mit zunächst weitgehendem Stillstand der Industrie aus. In dieser Zeit kämpften Unternehmen sowohl mit Engpässen bei ihrer Belieferung als auch mit Nachfragerückgängen im In- und Ausland.

Ab Mai 2020 setzte eine Erholung ein. Der Industrie gelang es in den meisten Sparten, den scharfen Rückgang zum größten Teil auszugleichen. Der Branchenverband AFME berichtet von einer  guten Entwicklung der Verkäufe in den letzten Monaten des Jahres.

Für 2021 gibt AFME keine konkrete Vorhersage an. Der Verband rechnet aber mit schwierigen ersten Monaten. Dazu passt, dass erst im Februar die Corona-Neuinfektionen wieder zurückgingen. Vor diesem Hintergrund erhalten die Autonomen Gemeinschaften viele Einschränkungen aufrecht. Diese wirken sich teils auch auf die wirtschaftlichen Aktivitäten aus. 

Für das Gesamtjahr ist AFME dennoch so optimistisch, von einer kräftigen Zunahme auszugehen. Das Niveau von 2019 soll noch nicht erreicht werden, die Verkäufe aber wieder auf einen Wachstumspfad einschwenken.

 

Quelle: GTAI