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Südkoreanische Firmen setzen weiter auf OLED

Land: Südkorea


LG Display erhält grünes Licht für Fabrik in China / Verkäufe von OLED-Fernsehern sollen deutlich steigen / Von Alexander Hirschle

Die südkoreanischen Elektronikproduzenten weiten ihre Kapazitäten zur OLED-Fertigung aus. LG Display bekam Ende 2017 grünes Licht für eine riesige Fabrik in China. Mit der Investition soll die Herstellung von hochwertigen Erzeugnissen forciert werden, da chinesische Wettbewerber im LCD-Markt stark investieren. Bei Premium-Fernsehern steigt der Anteil von OLED-Geräten deutlich an. Insgesamt soll sich die Zahl verkaufter OLED-Fernseher bis 2021 mehr als verdoppeln.

Der südkoreanische Panel-Hersteller LG Display hatte bereits Mitte 2017 die Pläne für den Bau einer neuen OLED-Fabrik (Organic Light-emitting Diode; organische Leuchtdiode) in China bekanntgegeben. Im Dezember schließlich erteilte die südkoreanische Regierung grünes Licht für die neue Produktionsstätte. In den kommenden Monaten sollen in Guangzhou rund 4,5 Milliarden US-Dollar (US$) in den Bau der neuen Fabrik fließen.

Allerdings hatte das zuständige Ministerium Motie (Ministry of Trade, Industry & Energy) unter anderem zur Bedingung gemacht, dass LG die nächste große Investition wieder im Heimatmarkt tätigt und die Sicherheitsvorkehrungen in Bezug auf einen Abfluss von Know-how erhöht.

Die Kapazitäten in Guangzhou sollen sich auf 60.000 OLED-Panels der Größe Gen 8.5 pro Monat belaufen, die vorwiegend in TV-Geräten verwendet werden. Derzeit erreichen die LG-Kapazitäten insgesamt 55.000 Einheiten pro Monat. Die Fertigstellung der neuen Fabrik ist für das 2. Quartal 2019 geplant. Nach Information von Branchenkennern sollen etwa 80 Prozent der Investitionssumme an südkoreanische Lieferanten zurückfließen, was die Genehmigung durch die Regierung wohl positiv beeinflusst haben dürfte.

Quelle: GTAI - Germany Trade & Invest