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US-Handelsministerium führt Einfuhrlizenzen für Aluminium ein

Land: USA


 

Ab dem 29. März 2021 benötigen US-Importeure von Aluminiumprodukten eine Einfuhrlizenz. Ein neues Monitoring-System soll falschen Angaben zum Warenursprung entgegenwirken.

 

28.01.2021

Von Susanne Scholl

Betroffen sind zahlreiche Aluminiumprodukte der HS-Codes 7601, 7604, 7605, 7606, 7607, 7608, 7609 und 7616. Das Überwachungssystem „Aluminum Import Monitoring and Analysis System“ (AIM) finden sie hier. Dort können Importeure seit dem 4. Januar 2021 Identifikationsnummern für die Arbeit im System beantragen. Anschließend können sie dort die Einfuhrlizenzen für ihre Produkte beantragen.

Handelsministerium bekämpft Verschleierung des Warenursprungs   

Das Handelsministerium (Department of Commerce) hat das AIM System mit einer Verordnung am 23. Dezember 2020 eingeführt. Danach sollte die neue Vorschrift bereits ab dem 25. Januar 2021 gelten, wurde dann aber auf den 29. März verschoben.

Das AIM-System soll der Überwachung von Einfuhrmengen dienen, zum Beispiel im Falle eines plötzlichen Anstiegs der Einfuhren bestimmter Produkte. Gleichzeitig will das Ministerium einer Verschleierung des Warenursprungs entgegenwirken. Seit Einführung der Zusatzzölle von 10 Prozent auf Aluminiumprodukte (section 232 duties on certain aluminum products) im Frühjahr 2018 versuchen Versender verstärkt, durch Umladungen von Sendungen in verschiedenen Ländern deren tatsächlichen Ursprung zu verschleiern (transshipment) und so die Zahlung der Zusatzzölle zu umgehen. Das AIM soll dazu beitragen, falschen Ursprungsangaben entgegenzuwirken. Bei Antragstellung für eine Einfuhrlizenz müssen Importeure im AIM daher neben Angaben zu Wert und Menge unter anderem das Ursprungsland und das Land angeben, in dem die Aluminiumprodukte zuletzt bearbeitet (gegossen) wurden.

Einfuhrlizenzen sind gebührenfrei

Einfuhrlizenzen sind bis zu 75 Tagen nach Ausstellung gültig. Die Ausstellung ist gebührenfrei. Für Sendungen mit einem Warenwert von unter 5.000 US Dollar können Importeure eine sogenannte „low-value-licence“ beantragen. Warensendungen mit einem Wert von unter 2.500 US Dollar sind von der Einfuhrlizenzpflicht ausgenommen.  

Zusatzzölle von 10 Prozent auf Aluminiumprodukte gelten in den USA für Ursprungswaren fast aller Länder. Ausgenommen sind unter anderem Kanada, Mexiko und die Vereinigten Arabischen Emirate. Informationen zur Möglichkeit, Ausnahmen von den Zusatzzöllen zu beantragen, hat das Handelsministerium hier veröffentlicht.   

Quelle: www.gtai.de/gtai-de/trade/zoll/zollbericht/usa/us-handelsministerium-fuehrt-einfuhrlizenzen-fuer-aluminium-ein-606702