Jahrzehntelang war das verarbeitende Gewerbe das Zugpferd der Volkswirtschaften in Tschechien und der Slowakei. Nun sorgen Fachkräftemangel, hohe Energiekosten und weniger Neuaufträge für Katerstimmung in der Industrie. Das zeigen die neuesten Konjunkturumfragen der Auslandshandelskammern (AHK) in Prag und Bratislava.
In der Slowakei prognostizieren 50 Prozent der befragten Unternehmen für 2024 eine schlechtere Wirtschaftsentwicklung als im Vorjahr. Nur 12 Prozent gehen von einer Besserung aus. In Tschechien sind die Betriebe etwas optimistischer: Hier erwarten 34 Prozent einen Abwärtstrend und immerhin 30 Prozent ein besseres Abschneiden. Das liegt allerdings daran, dass Tschechien 2023 in die Rezession rutschte, während das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Slowakei um 1,1 Prozent zulegte. In beiden Ländern sind die Aussichten im verarbeitenden Gewerbe negativer als im Dienstleistungs- und Handelssektor.


