Weihnachten in Süditalien
Für den Heiligabend wird in Süditalien eine lange Vorbereitung eingeplant, die den ganzen Tag dauern kann.
Auf der Speisekarte steht am Tag vor Weihnachten traditionell kein Fleisch, dies – so sagt man – um der Geburt Jesus Christus Respekt zu zollen. Fleisch kommt dann in der Regel an Weihnachten in Form von Lasagne mit Hackfleisch, polpette (Fleischbällchen in Tomatensauce), Braten und dergleichen mehr.
In Kalabrien gibt es die Tradition – die aber in der Zwischenzeit etwas in Vergessen geraten ist – an Heiligabend neun (wie die Monate einer Schwangerschaft) oder dreizehn Gerichte (wie die Anzahl der Apostel mit Jesus beim letzten Abendessen) zu kochen. Das Menü enthält in der Regel viel saisonales Gemüse (Brokkoli, Blumenkohl, Kürbis etc.) und Fisch (Sardinen, Sardellenfilets, Calamari, Kabeljau, verschiedene Meeresfrüchte). Diese Zutaten werden dann in verschiedenen Kombinationen und Zubereitungsmodalitäten als antipasto (Vorspeise), primo (erster Gang, hier mit Nudeln) oder secondo (zweiter Gang) angeboten. Abgerundet wird das Abendessen mit trockenen Früchten und Nüssen während man zum gesamten Abendmahl natürlich Wein trinkt.



