
Zutaten für 4 Personen:
Bucatini oder Spaghetti 320g (je nach Appetit können es gerne mehr sein! Andere Zutaten müssen dann etwas in der Menge angepasst werden)
Sardinen 500g
Wildfenchel 180g (könnte in Deutschland nicht einfach zu bekommen sein, eventuell beim nächsten Italienurlaub mitnehmen. Als Ersatz kann man es auch mit Dill versuchen)
Goldene Zwiebeln 80 g
Rosinen 30 g
Pinienkerne 25 g
Mandelkörner 30 g
Gesalzene Sardellenfilets 5 Stück
Natives Olivenöl kaltgepresst 50 g
Safranpulver 1 Beutel (an Stelle des Safrans kann man auch Tomatenkonzentrat verwenden, dann wird der gesamte Teller farbiger)
Salz nach Belieben
Schwarzer Pfeffer nach Belieben
Semmelbrösel
Zubereitung:
Sardinen von den Innereien säubern und den Kopf abtrennen. Rosinen circa 10 Minuten in Wasser einweichen. Zwiebel klein hacken und in einer Pfanne mit dem Öl und den gesalzenen Sardellenfilets bei schwacher Hitze etwa zehn Minuten und häufigem Rühren kochen lassen.
Die gesalzenen Sardellenfilets lösen sich hiermit auf, was gewünscht ist. In der Zwischenzeit den Safran mit einer Gabel im Wasser verdünnen und anschließend in die Pfanne geben. Sardinen in die Pfanne geben und umrühren und weiterköcheln lassen. Dann die Rosinen abtropfen lassen und abspülen und in die Pfanne geben. Mandeln und Pinienkerne hinzufügen, umrühren und noch bei schwacher Hitze weitere 10 Minuten weiterkochen.
Einen Topf mit viel Wasser zum Sieden bringen. In diesem Topf den Fenchel blanchieren. Ist er weich, aus dem Topf rausholen und gut abtropfen lassen, ohne das Wasser wegzuwerfen da dieses dann für die Pasta verwendet wird. Gekochten Fenchel gut zusammendrücken und kleinschneiden.Fenchel in die Pfanne geben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Nudeln im Kochwasser des Fenchels kochen und zeitig rausholen damit diese al dente (bissfest) bleiben. Vom Kochwasser der Nudeln kann man gerne noch circa einen halben Becher zur Seite legen und dieses Wasser – das das von der Pasta abgegebene Stärke enthält, die auch gut für die Soße ist – beim Verwenden sollte man das Gefühl haben, dass das Nudelgericht nicht zu trocken wird.
Während die Nudeln kochen, toastet man die Semmelbrösel in einer separaten Pfanne unter ständigem Umrühren (sonst brennt dieser an) mit etwas Olivenöl.
Nudeln abtropfen lassen und dann in die Pfanne mit allen anderen Zutaten hinzugeben, um alles zusammen in der Pfanne einige Male auf der noch warmen Herdplatte hin- und herzuschwenken. Eventuell kann man hier bei Bedarf noch etwas Kochwasser von der Pasta hinzugeben, aber nicht zu viel.
Pasta in die Servierteller und mit dem getoasteten Semmelbrösel garnieren. Wem es schmeckt (mir tut es), kann gerne der pasta noch etwas peperoncino (scharfer Chili, gerne in Öl eingelegt) untermischen. In Kalabrien isst man traditionell scharf.
Weinkombination
Zu den pasta con le sarde kann man prinzipiell sowohl einen Weißwein als auch einen (nicht zu kräftigen) Rotwein genießen. Mit einem weißen Vermentino aus Sardinien kann man nichts falsch machen. Auch ein Rosè der Kantine Librandi könnte – um in Kalabrien zu bleiben – eine gute Option sein.
Absolute No-gos:
Kein Öl in das Kochwasser der Nudeln geben, das macht man in Italien nicht, nur Salzen. Man vermeidet es, dass die Nudeln ankleben indem man die Nudeln nach dem Abtropfen sofort in die Pfanne mit den anderen Zutaten gibt. Dort ist auch bereits Ölivenöl enthalten und dies bewirkt, dass alles schön geschmeidig bleibt.
Auf der Nudelpackung angegebene Kochzeit religiös (!!!) beachten damit die Nudeln al dente (bissfest) bleiben. Um Fehler zu vermeiden kann man die Nudeln auch circa 30 Sekunden vor der angegebenen Dauer rausholen.
Nudeln beim Abtropfen nicht mit kaltem Wasser abschrecken oder abwaschen, um das Weihnachtsfest nicht sofort komplett zu ruinieren.
Lange Nudeln, wie Spaghetti, Bucatini, Tagliatelle etc. werden nur mit der Gabel umgerührt und gegessen. Italiener verwenden keinen Löffel als Stützhilfe um die Nudeln auf der Gabel einzuwickeln noch – Sakrileg – dürfen die Nudeln geschnitten werden.
Wie das schlussendlich auszusehen hat sowie die verschiedenen Schritte kann man sich auch als Video hier ansehen: https://ricette.giallozafferano.it/Pasta-con-le-sarde.html
Buon Appetito e buon Natale!


