Ein sinkender Anteil des in der Türkei entstehenden Abfalls wird auf kommunalen Müllplätzen abgeladen. Nach den im Februar 2012 vom türkischen Statistikamt veröffentlichten Zahlen zur Abfallwirtschaft für 2010 wurden 54,4% des Mülls geregelten Deponien zugeführt. Deren Zahl stieg von 37 im Jahr 2008 auf 52. Verbrennungs- und Kompostieranlagen haben eine geringe, aber steigende Bedeutung. Das Recycling wird in der Türkei sukzessive ausgebaut, neue gesetzliche Auflagen sind auf dem Weg.
Die gesamte Abfallmenge in der Türkei stieg im Zeitraum 2008 bis 2010 von 24,4 Mio. auf 25,5 Mio. t. Daraus ergibt sich erneut eine leicht sinkende durchschnittliche Müllmenge pro Tag und Einwohner. Lag diese 2008 bei 1,15 kg, sank der Wert 2010 auf 1,14 kg/Tag. Ein größerer Teil des Abfalls wird auf den nunmehr 52 geregelten Deponien entsorgt. Gegenüber 52% im Jahr 2008 gingen nur noch 43% auf einfache kommunale Müllplätze. Die Gesamtkapazität der geregelten Deponien erhöhte sich auf 423 Mio. t. Mit 95,6% der zugeführten Abfälle dominierte der Stadtmüll vor industriellen Abfällen und Rückständen aus Verbrennungs- und Kompostieranlagen.
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