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In der spanischen Abfallindustrie sind etwa 2.700 Unternehmen tätig. Die Umweltdienstleister großer Baukonzerne spielen eine wichtige Rolle.
10.03.2021
Von Oliver Idem | Madrid
Privatunternehmen repräsentieren drei Viertel des MarktesDie Abfallindustrie Spaniens hat über 2.700 private und öffentliche Firmen. Etwa ein Viertel des Marktes bearbeiten öffentliche Firmen. Das Geschäft dominieren die Umweltdienstleistungsfilialen der großen Baukonzerne FCC (FCC Ambito), Ferrovial (Cespa), Sacyr (Valoriza Servicios Medioambientales). Die Baugruppe Comsa veräußerte Mitte 2018 ihre auf Industrieabfälle spezialisierten Filialen an den katalanischen Umweltdienstleister Tradebe.
Der Baukonzern ACS hat seine Tochter Urbaser Ende 2016 an die Gesellschaft China Tianying (CNTY) verkauft. Diese stieg damit auf einen Schlag in 50 Städte des spanischen Siedlungsabfallmarktes ein. Das in über 30 Ländern aktive Unternehmen Urbaser stand im Februar 2021 wieder zum Verkauf. CNTY plante laut der Wirtschaftszeitung Expansión, den Verkauf innerhalb des ersten Halbjahrs abzuschließen.
Lizenzgeber für den "Grünen Punkt" ist in Spanien das nicht gewinnorientierte Verpackungsrücknahmesystem Ecoembes. Für die Glasverpackungen ist Ecovidrio zuständig, für Elektronik und Elektroschrott Ecoasimelec. Sigre ist die Initiative der Arzneimittelindustrie und Sigrauto ist der Verband zur Behandlung ausrangierter Fahrzeuge
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Unternehmen |
Umsatz 2019 |
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1.355 |
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740 |
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474 |
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368 |
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FCC Ámbito 1) |
340 |
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276 |
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Saica Natur 1) 2) |
187 |
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124 |
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112 |
Für die Stadtreinigung Barcelona haben nach Redaktionsschluss die Unternehmen FCC, CLD (Sorigué), Valoriza (Sacyr) und Urbaser einen Vertrag über acht Jahre mit der Option auf zwei Jahre Verlängerung geschlossen. Der Wert liegt bei 2,3 Milliarden Euro. Pro Jahr entspricht das etwa 10 Prozent der Gesamtausgaben der Stadt Barcelona, ist also ein dicker Brocken. Noch im März soll der Stadtrat abstimmen und die Vereinbarung im Januar 2022 in Kraft treten.


