Wenn es nur nach den Kapitalmärkten ginge, müsste Japan eigentlich mitten in einem Aufschwung stecken: Zwischen Oktober 2012 und Januar 2014 wertete der Yen im Vergleich zum Dollar um 24 Prozent ab, real um 20 Prozent. Gleichzeitig verzeichnet die japanische Börse einen Boom. Die im Februar gefällte Entscheidung der Notenbank, die lockere Geldpolitik fortzusetzen, ließ den Nikkei um mehr als 3 Prozent in die Höhe schnellen. Tatsache ist jedoch, dass die japanische Regierung für 2013 ein Rekorddefizit in der Handelsbilanz einräumen musste und die Entwicklung der Exporte enttäuschte. Die Abwertung des Yen hat sich bislang deutlich weniger positiv auf die Entwicklung der Exporte ausgewirkt als gehofft.
Lesen Sie eine Analyse von Jeremy Lawson, Chefvolkswirt von Standard Life Investments, mit einem verwalteten Vermögen von mehr als 200 Milliarden Euro eines der großen Investmenthäuser Europas.


