direkte Bereichesauswahl

Japan

Aktuelle Geschäftsklimaumfrage der AHK Japan


Am 06.07.2017 ist in Brüssel der Durchbruch für das EU-Japan Freihandelsabkommen geglückt. Es wird erwartet, dass die nun noch nötige Detailverhandlungen bis Jahresende abgeschlossen werden, so dass ein Inkrafttreten bereits 2019 möglich wäre. Bereits seit 2013 verhandeln beide Seiten über das umfangreiche Abkommen. Das Freihandelsabkommen betrifft fast 30 Prozent der Weltwirtschaft und über 30 Prozent des Welthandels.

So werden nach einer Studie der Bertelsmann Stiftung die Exporte der EU nach Japan zwischen 61 Prozent bis 162 Prozent steigen (Vergleichsjahr 2014) – je nachdem, wie ambitioniert die Inhalte des Freihandelskommens ausgestaltet und vor allem nicht-tarifäre Handelshemmnisse reduziert werden. Deutschland könnte auf der Basis von Daten aus 2014 von einem BIP-Wachstum von 0,7 Prozent oder 20 Mrd. Euro ausgehen und würde damit die höchsten absoluten Zugewinne aller EU-Staaten erzielen. Dabei werden besonders gute Zuwächse für die Pharmazie-, Lebensmittel-, Tabak- sowie Automobilindustrie erwartet. Auf japanischer Seite konzentrieren sich die Vorteile auf die Computer- und Elektronikindustrie. Der Maschinenbau- und Automobilsektor profitieren ebenfalls.

Eine aktuelle Geschäftsklimaumfrage der AHK Japan kommt zu dem Ergebnis, dass 54 Prozent der deutschen Unternehmen in Japan positive bis sehr positive Auswirkungen auf ihre Geschäftstätigkeit erwarten. Über das Freihandelsabkommen hinaus sind zudem neue Impulse für Geschäftspotenziale in Drittländern zu erwarten. Besonders im Infrastrukturbereich in Asien werden erhebliche Investitionen in einer Höhe von 22,5 Billionen US$ erwartet. Das bietet erhebliche Geschäftspotenziale und unterstreicht die strategische Bedeutung Japans.

Kontakt: Ilga Koners, Tel. 089-5116-1328, ilga.koners@muenchen.ihk.de

Quelle: IHK zu München und Oberbayern.