"Kennst Du nicht irgendeinen Schweißer?", oder"Kannst Du mir nicht ein paar Maurer besorgen?" - mit solchen Fragenwerden Privatleute, Gewerbetreibende und professionelle Vermittler inBulgarien immer häufiger konfrontiert. Der gelegentlich noch immer inInvestitionsführern zu findende Satz vom "reichen Angebot gutausgebildeter Arbeitskräfte" kommt inzwischen fahrlässigerFalschinformation gleich. Der Arbeitsmarkt ist nämlich leergefegt. DerMangel an Fachkräften wird zum größten Geschäftshindernis. Dies giltsowohl für ausländische, wie für inländische Firmen.
Wer noch daran gezweifelt hat, dass die Arbeit in Bulgarientatsächlich zum Defizitfaktor geworden ist, kann sich durch eine neueUmfrage der Bulgarischen Wirtschaftskammer unter 1.000 Unternehmeneines Besseren belehren lassen. Danach stellt inzwischen für nichtweniger als 52% der Firmen der Mangel an Arbeitskräften das größteGeschäftshindernis dar. Dass die Lage nicht nur von bulgarischen Firmenso gesehen wird, zeigt die jährliche Umfrage der Deutsch-BulgarischenIndustrie- und Handelskammer (DBIHK) unter deutschen Investoren inBulgarien. Auch hier wird zunehmend über die Verschlechterung desArbeitsangebots geklagt. Ausländische Firmen werben sich inzwischenMitarbeiter ab, "Kopfprämien" für die Benennung potenziellerMitarbeiter werden gezahlt und Personalvermittlungsagenturen machenimmer bessere Geschäfte.
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Quelle: bfai
Letzte Änderung: 28.12.2007 durch Stephen Peacock


