EU senkt Antidumpingzoll / Europäische Hersteller klagen, aber argentinische Zulieferer profitieren
Buenos Aires (GTAI) - Argentiniens exportstarke Biodieselindustrie ist erleichtert. Just nachdem die US-amerikanische Regierung im August 2017 prohibitiv hohe Strafzölle auf argentinische Biodiesellieferungen eingeführt hatte, beschloss die EU eine drastische Senkung des 2013 erhobenen Antidumpingzolls auf die Einfuhr von argentinischem Biodiesel. Während die europäischen Biodieselhersteller nun eine Importflut fürchten, profitieren deutsche Zulieferer in Argentinien von der Stärkung ihrer Abnehmer.
Das Trade-Defence-Komitee der EU beschloss am 7. September 2017, die Zölle auf Biodieseleinfuhren aus Argentinien deutlich zu reduzieren. Wenige Tage zuvor, am 22. August 2017, hatte das US-Handelsministerium (Department of Commerce) eine vorläufige Entscheidung zu Ausgleichszöllen (contervailing duties) von bis zu 64 Prozent auf argentinischen Biodiesel auf seiner Internetseite verkündet. Am 28. August wurde diese im US-Gesetzblatt veröffentlicht. Was auf den ersten Blick als konterkarierende Maßnahme der EU gegen den Protektionismus des US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump erscheinen mag, ist tatsächlich eine seit langem fällige Anpassung der EU an einen Schiedsspruch der Welthandelsorganisation (WTO) zugunsten Argentiniens.
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