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Mexiko

Arzneimittelherstellung in Mexiko wenig dynamisch


Pharmafirmen halten sich mit Investitionen zurück / Von Florian Steinmeyer (Januar 2018)

Mexiko-Stadt (GTAI) - Die mexikanische Pharmaindustrie ist fast vollständig auf ausländische Vorprodukte angewiesen. Entsprechend groß ist die Angst vor einem Scheitern der Nafta-Verhandlungen. Mexikanische Produzenten strecken bereits ihre Fühler im Ausland aus. Angesichts der durchwachsenen Aussichten halten sich die Pharmafirmen mit großen Investitionen zurück. Generika haben stark an Marktanteilen gewonnen.

Zentrales Thema in der mexikanischen Pharmaindustrie sind derzeit die Kosten für Vorprodukte. Zum einen stiegen deren Preise in mexikanischen Peso in den vergangenen zwei Jahren durch die Abwertung der Landeswährung. Zum anderen würden bei einem Scheitern der Nafta-Verhandlungen höhere Zölle für entsprechende Güter aus den USA und Kanada anfallen. Die beiden Länder sind wichtige Anbieter chemischer Grundstoffe für die mexikanische Pharmaindustrie, die fast vollständig auf ausländische Vorprodukte angewiesen ist. Besonders stark ist diese Abhängigkeit laut dem Arzneimittelhändlerverband Unefarm bei Ausgangsstoffen für Diabetes- und Bluthochdruckmittel.

Quelle: GTAI - Germany Trade & Invest