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Japan

Ausländische Unternehmen in Japan vorsichtig optimistisch


Laut der Geschäftsumfrage der Foreign Chambers in Japan (FCIJ) sind 67 % der in Japan aktiven ausländischen Unternehmen davon überzeugt, dass sich die Wirtschaft im nächsten halben Jahr leicht bzw. deutlich verbessern wird. Auf das Jahr hin betrachtet, rechnen sogar drei Viertel der Unternehmen mit einer positiven Entwicklung. Beide Werte haben sich seit der letzten Umfrage im Herbst 2014 deutlich um etwa 20 % verbessert, damals erwartete die große Mehrheit keine Veränderung bzw. eine leichte Verschlechterung.

Die deutschen Unternehmen liegen mit 61 % bei der Erwartung von positiven Veränderungen allerdings deutlich hinter den nordamerikanischen mit 69 %, die Werte stiegen jedoch bei allen Regionen, insbesondere bei der kurzfristigen Betrachtung, um mindestens 15 %, für die deutschen Unternehmen sogar um mehr als 20 %. Am optimistischsten gibt sich die Finanzbranche (+0,92,;+0,87), gefolgt von Dienstleistern (+0,76; +0,85), Handelsunternehmen (+0,66; +0,72) und herstellenden Unternehmen ( +0,53; +0,72).

In Bezug auf die Umsatzentwicklung zeichnet sich jedoch ein anderes Bild. Während 66 % der in Japan aktiven ausländischen Unternehmen insgesamt angaben, ihre Umsätze hätten sich deutlich bzw. etwas verbessert, waren das unter den deutschen Unternehmen sogar 73 %. Auch hier lagen die Entwicklungen in den Branchen Finanzen und Dienstleistungen vor Handel und herstellender Industrie, durch alle Branchen hinweg zogen sich jedoch Verbesserungen der Geschäftsergebnisse.

Auch in puncto Profitabilität stechen die deutschen aus den in Japan aktiven Unternehmen heraus. Deutliche und leichte Verbesserungen sahen 60 % der deutschen, aber im Durchschnitt nur 55 % der ausländischen Unternehmen. Auch hier stachen Finanz- und Dienstleistungssektor deutlich hervor, was Experten u. a. mit dem geringeren Einfluss von schwankenden Rohstoffpreisen und Wechselkursen begründen.

 Die Zusatzfragen drehten sich bei der diesjährigen April-Umfrage um die Themen Strukturreformen und Wechselkurs. Die befragten europäischen Unternehmen gaben an, dass Sie einen Wechselkurs von 124,9 Yen zum Euro favorisieren würden. Der tatsächliche Wechselkurs schwankte zwischen 127,3 und 129,4 Yen. Die meisten Unternehmen wünschten sich, dass die japanische Regierung durch Reformen die Wettbewerbsfähigkeit erhöhen, die Regularien für ausländische Unternehmen senken und die Beziehungen zwischen Arbeitnehmern und -gebern überarbeiten möge. Auch der Umsetzung der Integration von Frauen in den Arbeitsmarkt, die sog. „Womenomics“ wird neben der Anpassung der Unternehmensbesteuerung große Bedeutung beigemessen. Daneben wurden noch die einfachere Integration von ausländischen Arbeitskräften und bessere Bedingungen für Unternehmensgründungen als weitere wichtige Reformprojekte genannt.

Die vollständige Studie finden Sie hier

Quelle: JETRO