Investitionsvolumen soll bei R$ 20 Mrd. liegen
Nach Angaben der Wirtschaftszeitung ‘Gazeta Mercantil’ will die Regierung 2008 im Rahmen des Wachstumsprogramms PAC (Programa de Aceleração do Crescimento) insgesamt R$ 8,5 Mrd. für die Verbesserung der Infrastruktur zur Verfügung stellen. Mit diesen Mitteln soll der Ausbau des öffentlichen Straßenund Schienennetzes sowie der Häfen und Flughäfen vorangetrieben werden. Von der Regierung wurde außerdem beschlossen, den geplanten Hochgeschwindigkeitszug zwischen den Städten Campinas, São Paulo und Rio de Janeiro in das Wachstumsprogramm zu integrieren. Das Investitionsvolumen hierfür soll sich auf insgesamt R$ 20 Mrd. belaufen. Die Ausschreibung für die Strecke mit einer Gesamtlänge von 520 km erfolgt voraussichtlich im ersten Halbjahr 2009. Die entsprechende Projektstudie wird soll in den kommenden Monaten fertiggestellt werden. Nach Angaben von Transportminister Alfredo Nascimento plant die Regierung, die Teilstrecke zwischen Campinas und São Paulo als Public-Private- Partnership-Programm zwischen Bund und privatwirtschaftlichen Betreibern auszuschreiben. In diesem Fall würde die Regierung das privatwirtschaftliche Engagement durch öffentliche Beiträge unterstützen. Der Streckenabschnitt zwischen São Paulo und Rio de Janeiro soll im Rahmen einer Konzessionsvergabe für einen bestimmten Zeitraum an die künftigen Betreiber übergeben werden. Nach Berechnungen des italienischen Konsortiums Italplan wird das jährliche Passagieraufkommen auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen São Paulo und Rio de Janeiro bei über 30 Mio. liegen. Der Schnellzug werde deshalb auch zu einer deutlichen Entlastung des Flugverkehrs sowie des Straßenverkehrsaufkommens zwischen den beiden Städten beitragen. Die Zugverbindung soll nach dem Willen der Regierung bis zum Beginn der Fußballweltmeisterschaft 2014 fertiggestellt werden. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass dieses Projekt schon seit mehreren Jahren in der Schublade liegt.
Die Realisierung wurde ebenfalls schon mehrere Male aufgeschoben. Ob die jetzt genannten Fristen tatsächlich eingehalten werden, bleibt abzuwarten.
Quelle: Wochenbericht Nr. 3, 29.Januar 2008, Eine Gemeinschaftspublikation der Deutsch- Brasilianischen Auslandshandelskammern und der Bundesagentur für Außenwirtschaft (bfai)


