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Japan

Ausschreibungswesen in Japan - große Hürden für ausländische Unternehmen


Ausländische Unternehmen könnten in Japan mehr Aufträge an Land ziehen

Bei öffentlichen Ausschreibungen lockt das Potenzial, aber Hürden schrecken ab / Von Michael Sauermost

Tokyo (GTAI) - Als "Buch mit sieben Siegeln" wird das Ausschreibungsverfahren in Japan gerne von ausländischen Unternehmen bezeichnet. Tatsächlich ist es für diese alles andere als ein Selbstläufer, bei öffentlichen Aufträgen den Zuschlag zu erhalten. Die Sprache wird weiterhin als große Barriere angesehen. Allerdings hat das System in den letzten Jahren an Transparenz gewonnen. Natürlich ist es weiterhin von Vorteil, einen verlässlichen Partner vor Ort zu wissen.

Das "Agreement on Government Procurement" sieht prinzipiell eine Gleichbehandlung lokaler und ausländischer Unternehmen vor. Allerdings blieb der ausländische Lieferantenanteil am Auftragsvolumen im Fiskaljahr 2015 mit 2,5 Prozent gering. 

Erleichterungen verspricht das vereinbarte Freihandelsabkommen mit der EU. Der bilaterale Handlungsspielraum soll sich deutlich vergrößern. Erfahrung im Japangeschäft soll nicht mehr grundsätzliche Voraussetzung für die Teilnahme am Tenderverfahren sein. Für europäische Unternehmen werden dann insbesondere bessere Marktchancen für Medizintechnik und Hightechausrüstungen - auch für Forschungseinrichtungen - erwartet.

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Quelle: GTAI