Der Außenhandel in Albanien verbuchte 2015, trotz der spürbar anziehenden Investitionstätigkeit, eine Wachstumsdelle. Er belief sich 2015 auf nur noch 5,64 Mrd. Euro nach 5,77 Mrd. Euro in 2014. Daran hatte maßgeblich der Preisverfall für Rohstoffe Schuld, der das Gesamtbild von Im- wie Exporten leicht trübte. Die Ausfuhren von Bekleidung und Schuhen konnten die Einbußen bei den Import- und Exportströmen von Mineralöl und –erzeugnissen weitestgehend kompensieren. Bei den Einfuhren zogen auch elektrotechnische Erzeugnisse und ausgewählte Produkte des Maschinen- und Anlagenbaus deutlich an.
Wichtigster Handelspartner sind die 28 EU-Länder mit einem Anteil von 61,7% bei den albanischen Importen und 75,3% bei den Exporten. Dabei nimmt Italien die Spitzenposition ein (Importe: 30,3%, Exporte: 50,9%). Deutschland liegt bei den Importen mit 6,7% auf Platz fünf nach China, der Türkei und Griechenland. Die Ausfuhrgeschäfte werden nach Italien vor allem mit Kosovo (8,6%), Spanien (5,2%) und Malta (4,6%) abgewickelt.
Deutschland exportiert vor allem Pkw nach Albanien, dann folgen Luftfahrzeuge, Arzneiwaren, Kfz-Teile und gebrauchte Lkw.
Bei den aus Albanien bezogenen Waren dominierten 2015 Schuhe. An zweiter Stelle standen Damen- und Herrenbekleidung und an dritter Stelle Ferrochrom.
In der Rangfolge aller deutschen Handelspartner lag Albanien unverändert auf Position 115.


