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Mexiko

Aussichten für mexikanische Nahrungsmittelbranche mittelfristig gut


Exporte florieren / Konzerne expandieren zunehmend ins Ausland / Von Florian Steinmeyer

Der Nahrungsmittelsektor ist in Mexiko trotz der etwas schwächeren Konsumausgaben der Haushalte einer der wachstumsstärksten Wirtschaftszweige. 2017 wird eine stärkere Nahrungsmittelproduktion die Nachfrage erneut erhöhen. Die wachsende Bevölkerung und der steigende Beschäftigungsgrad bescheren der Branche mittelfristig gute Aussichten. Neben Nahrungsmittelverpackungen gewinnen Schnellrestaurants an Bedeutung. Der zuletzt stark expandierende Getränkesektor kühlt allerdings etwas ab.

Für 2017 bis 2021 geht das Analyseunternehmen Euromonitor davon aus, dass die Nahrungsmittelverkäufe um durchschnittlich 6,9 Prozent pro Jahr zunehmen können (in lokaler Währung). Der Investitionsfördergesellschaft ProMéxico lagen die Gesamtverkäufe des Sektors 2016 bei 169 Milliarden US-Dollar (US$).

Die Prognose steht allerdings unter der Unsicherheit über die künftigen Handelsbeziehungen zu den USA. Sollte von einer möglichen Einschränkung des Nafta-Vertrags auch der Nahrungsmittelbereich betroffen sein, könnten sich die Exportmöglichkeiten mexikanischer Konzerne Richtung USA verschlechtern. Zuletzt war es in der Diskussion um das Abkommen jedoch zu einer Entspannung zwischen der mexikanischen Regierung und der Trump-Administration gekommen.

Quelle: GTAI - Germany Trade & Invest