Griechische Firmen können seit Anfang 2016 mit Genehmigung der Hausbank bis zu 250.000 Euro pro Tag ins Ausland überweisen. Vor dem 08. Januar lag die Grenze noch bei 150.000,- EUR. Geprüft werden Auslandsüberweisungen ab einem Schwellenwert von 20.000,- Euro. Ab dieser Summe kontrolliert das Genehmigungskomitee der Hausbank, ob der Überweisungsbetrag nicht 40% des monatlichen Höchstwertes im Vergleichszeitraum vom 1.7.14 bis zum 30.6.15 überschreitet. Die Unternehmen haben ab Genehmigung zwölf Arbeitstage Zeit, um die Transaktion durchzuführen.
Derweil zeichnet sich kein Ende der Kapitalkontrollen ab.
Die Umsatzeinbrüche der Unternehmen waren durch die Restriktionen zwar im 3. Quartal 2015 um 15% im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen, aber nicht so schlimm wie befürchtet. Dies liegt allerdings zum Teil daran, dass schon im Vorfeld Maßnahmen ergriffen worden sind und ausreichende Geldbeträge von den Bankkonten abgehoben wurden. Somit war die Bezahlung der Gehälter für mehr als die Hälfte der Unternehmen kein Problem. Besonders schwierig war jedoch der Zugang zu Rohstoffen und ausländischen Dienstleistungen.
Ein Viertel der befragten Unternehmen legte Investitionsprojekte auf Eis, etwa 22% nahmen Personalkürzungen vor, rund 7% sahen sich gezwungen, den Betrieb vorläufig einzustellen und nur 1% verlegte seinen Sitz ins Ausland.
Der Tourismus verzeichnete nur einen leichten Dämpfer von 1%, während im gesamten Dienstleistungssektor die Umsätze im 3. Quartal 2015 um 12% zurückgingen.


