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Baltische Staaten lassen die Krise hinter sich


Baltische Staaten lassen die Krise hinter sich

Auslandshandelskammer veröffentlicht Umfrageergebnisse

Die deutschen Unternehmen in Estland, Lettland und Litauen verzeichnen nach zwei schwierigen Jahren einen deutlichen Aufwärtstrend. Dies zeigt die diesjährige Konjunkturumfrage der Deutschen Auslandshandelskammer (AHK) Baltische Staaten.

Mehr als 60 Prozent der befragten AHK-Mitgliedsunternehmen gehen von einer Verbesserung der makroökonomischen Situation aus – die aktuelle Stimmung ist aber noch verhalten. Mehr als die Hälfte der Befragten bezeichnet die gegenwärtige Wirtschaftslage an ihrem Standort als "befriedigend", knapp ein Drittel bewertet sie als "schlecht".

Positiver schätzen die Umfrageteilnehmer ihre eigenen Geschäftslage ein: In Estland und Litauen bewerten die Befragten ihre augenblickliche Situation mehrheitlich als "gut", und auch in Lettland sind die deutschen Firmen mit der eigenen Geschäftstätigkeit überwiegend zufrieden.

Für die kommenden Jahre hoffen sogar über 90 Prozent der befragten Unternehmen auf eine Verbesserung oder zumindest stabile Weiterentwicklung ihrer Geschäftlage.

Diese Zuversicht spiegelt sich auch in den Zukunftsplänen wider. Knapp 85 Prozent der Firmen wollen ihre Investitionen im laufenden Jahr erhöhen oder zumindest auf dem Vorjahresniveau belassen;  jeder dritte Betrieb plant, neue Mitarbeiter einzustellen.

Das "Sorgenkind" bleibt die Fachkräfteverfügbarkeit, die nur unwesentlich besser eingeschätzt wird als im Vorjahr. Verschärft wird die Lage durch die hohe strukturelle Arbeitslosigkeit, den fortschreitenden demografischen Wandel und die vollständige Öffnung des EU-Arbeitsmarktes zum 1. Mai, in deren Folge die Unternehmen Abwanderungseffekte befürchten.

Verbesserungsbedarf wird bei der Bekämpfung von Kriminalität und Korruption sowie der Transparenz bei Vergabeverfahren der öffentlichen Hand gesehen. Ebenso bemängeln die Probanden die Zugangsbedingungen zu staatlichen und EU-Fördermitteln.

Trotz der Unzulänglichkeiten besitzen die baltischen Staaten nach wie vor eine hohe Standortattraktivität – mehr als 80 Prozent der Befragten würden heute erneut in die drei Ostsee-Anrainerstaaten investieren.

Quelle: www.dihk.de