Ziel ist die Ansiedlung von innovationsorientierten Unternehmen
In Salvador im Bundesstaat Bahia wird ein neues Forschungs- und Technologiezentrum errichtet. Der Baubeginn soll in den kommenden Tagen erfolgen. Mit Fertigstellung wird bis Ende 2009 gerechnet. Das Investitionsvolumen beläuft sich nach Angaben der brasilianischen Presse auf R$ 165 Mio. Davon sollen R$ 100 Mio. von der öffentlichen Hand und R$ 65 Mio. von der Privatwirtschaft bereitgestellt werden.
Ursprünglich sollte der Bau des Technologiezentrums bereits 2006 erfolgen. Fehlende finanzielle Mittel sowie bürokratische Hemmnisse hatten zu der Verzögerung beigetragen.
Ildes Ferreira, Landesminister für Wissenschaft, Technologie und Innovation, betonte gegenüber der Presse, dass es bereits verbindliche Zusagen von zehn Unternehmen gebe, welche sich im Technologiezentrum niederlassen wollen. Petrobras beabsichtigt nach seinen Angaben, möglicherweise ein Forschungs- und Entwicklungszentrum in Salvador zu errichten.
Mit dem neuen Technolgiezentrum will die Landesregierung die Ansiedlung von innovationsorientierten Unternehmen aus den Bereichen Biotechnologie, Energie und IT fördern. Darüber hinaus soll die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Hochschulen ausgebaut werden. Mit diesen Maßnahmen will sich Bahia als ein technologiefreundlicher Bundesstaat positionieren.
Die öffentliche Hand gewährt den investitionswilligen Unternehmen steuerliche Anreize. Dazu gehört eine Reduzierung der Dienstleistungssteuer ISS (Imposto Sobre Serviços) von 5% auf 2%.
Nach Informationen der Wirtschaftszeitung ´Valor Econômico´ hat die petrochemische Industrie in Bahia einen hohen Stellenwert. Allerdings hatte erst in den vergangenen Tagen die zur Odebrecht-Gruppe gehörende Gesellschaft Braskem verkündet, ihre neue Produktionsstätte zur Herstellung von Kunststoff auf Basis von Ethanol nicht im petrochemischen Industriepark von Camaçari in Bahia sondern in Rio Grande do Sul zu errichten.
Quelle: Eine Gemeinschaftspublikation der Deutsch- Brasilianischen Auslandshandelskammern und der Bundesagentur für Außenwirtschaft (bfai), Nr 24, 24. Juni 2008.


