Auch in diesem Jahr profitiert die Branche von einer steigendenNachfrage nach Wohnungen und von neuen EU-Mittelzuflüssen im Bereichder Verkehrsinfrastruktur. Für bayerische Handwerker ergeben sich Chancen insbesondere aus dem Mangel an qualifizierten Handwerkern.
Nach einem Wachstum von 6,6 Prozent im Jahr 2006 starteteTschechiens Baubranche auch erfolgreich in das Jahr 2007. DieProduktion der Branche im Januar und Februar diesen Jahres lag um über30 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum, was unter anderem auf denmilden Winter zurückzuführen ist, der teilweise durchgehendeBauaktivitäten erlaubte.
Gründe für die Ausweitung des Bauvolumens liegen unter anderem inder Attraktivität Tschechiens für Immobilieninvestoren. Nicht nur inPrag, sondern auch in regionalen Metropolen wie Pilsen, Brünn oderOstrava werden zahlreiche moderne Büro-, Geschäfts- undWohnungsprojekte geplant. Das Wohnungsbau-fieber hat sich im Jahr 2007noch einmal verstärkt, bevor ab 2008 die geplanteMehrwertsteuererhöhung den Wohnungsbau dann verteuern wird.
Impulse für den Bau kommen auch durch die neuen EU-Gelder in derHaushaltsperiode 2007-2013. Beinahe 5,8 Mrd. Euro sind fürInvestitionen in die Verkehrsinfrastruktur geplant, Maßnahmen zurVerbesserung der Wasserinfrastruktur sollen mit rund 2 Mrd. Eurobezuschusst werden.
Ebenfalls einen Anschub liefert der Bereich Neubau undModernisierung. So lassen immer höhere Energiepreise die Nachfrage nachIsolierungen steigen. Ein neues Energiegesetz, das ab 2009 dieAnforderungen an die Energieeffizienz von Gebäuden und ihrenAusstattungen erhöht, weckt das Interesse an entsprechendenTechnologien und den in Tschechien noch raren Niedrigenergiehäusern.Für 2007 wird ein Branchenwachstum von 5 bis 6 Prozent erwartet. Zubeobachten ist dabei, dass Bauaufträge und Baugenehmigungen von derZahl her zwar abnehmen, im Wert aber steigen. Mehr als zwei Drittel derAufträge stammen dabei von der öffentlichen Hand. Ein Wachstumshemmnissieht der Präsident des Verbandes der Unternehmer der Bauindustrie,Vaclav Matyas, im sich verschärfenden Mangel an qualifiziertenHandwerkern.
Für die kommenden Jahre wird mit einem weiterhin stabilen Wachstumder Branche gerechnet. Besonders der Bau moderner Verkehrsnetze,Versorgungssysteme, Gewerbebauten und Wohngebäude wird ansteigen.Potential bietet auch die Reparatur von Gebäuden und Infrastruktur aussozialistischer Zeit, so sind für die Renovierung von rund 2.000Brücken fast 900 Mio. Euro veranschlagt. Viele Plattenbau-Wohnanlagensollen in ihrer Bausubstanz ebenfalls modernisiert werden. Pro Jahrstehen hierfür bis 2013 rund 27 Mio. Euro aus den EU-Strukturfonds zurVerfügung.
Im April 2008 wird im tschechischen Brünn erneut die InternationaleBaumesse (IBF) stattfinden. Bayerischen Handwerkern, die sich für einenMesseauftritt dort interessieren, bietet Bayern Handwerk Internationaleine Firmengemeinschaftsbeteiligung an.
Kontakt:
Bayern Handwerk International
Edith Böhm
Tel.: 0911/586 856 – 30
Datum: 20.06.2007 / Quelle: http://www.ixpos.de/Content/de/01__Aktuelles/News/2007/II/Bayern__070620.html


