Regierungsverordnung gibt Übersicht über vorgesehene Projekte / Von Fabian Nemitz
Kiew (GTAI) - Die belarussische Regierung plant umfangreiche Investitionen in den Stromsektor. Ziele sind die Stabilisierung der Netze und die verstärkte Nutzung von Atomstrom.
Der Bau des Atomkraftwerks (AKW) Belorusskaja AES in der Nähe von Ostrowez nahe der litauischen Grenze schreitet voran. Ende 2019 soll der erste Block des 2.400-Megawatt-Meilers in Betrieb gehen, der zweite im Sommer 2020. Mit der Inbetriebnahme des AKW wird die Stromproduktion in Belarus künftig deutlich steigen.
Um die Stabilität des Stromnetzes zu gewährleisten und den zusätzlichen Strom aus dem AKW zu nutzen, plant die Regierung hohe Investitionen in den Bau von Spitzenlastkraftwerken und die Installation von strombetriebenen Wasserdampfkesseln in Fernwärmekraftwerken. In der am 18. Januar 2019 verabschiedeten Regierungsverordnung Nr. 32 "Über die Bestätigung der Liste der Investitionsprojekte zum Bau von Spitzen- und Reservekraftwerken und der Einrichtung von Elektrokesseln" sind insgesamt 40 Projekte aufgelistet, die von 2019 bis 2025 umgesetzt werden sollen. Die Regierungsverordnung kann unter folgendem Link in russischer Sprache abgerufen werden:http://pravo.by/document/?guid=12551&p0=C21900032&p1=1&p5=0.
Machbarkeitsstudien stehen noch aus
Für eine endgültige Entscheidung bedarf es laut Angaben der Nachrichtenagentur Belta aber noch der Erstellung von Machbarkeitsstudien sowie genauen Berechnungen der Kosten für den Bau und die Modernisierung von Stromleitungen und Umspannstationen zum Anschluss der Fernwärmekraftwerke. Zuständig für die Umsetzung der Projekte sind der staatliche Stromversorger Belenergo (http://www.energo.by) beziehungsweise dessen regionale Tochterunternehmen sowie kommunale Fernwärmeerzeuger.
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