Während man in den Industrieländern noch das Für und Wider der fliegenden Roboter diskutiert, hat Ruanda den weltweit ersten kommerziellen Lieferdienst mit Drohnen gestartet. Seit Oktober 2016 befördern Drohnen Blutkonserven in alle Landesteile. Statt in vier Stunden erreichen diese nun in durchschnittlich 30 Minuten den Patienten. Möglich gemacht hat es eine Partnerschaft des ruandischen Gesundheitsministeriums mit der US-amerikanischen Robotikfirma Zipline. Inzwischen haben die Drohnen schon mehr als 5.500 Blutkonserven an zwölf Krankenhäuser ausgeliefert, die jeweils ein halbe Millionen Patienten versorgen.
Der Transport funktioniert so: Ärzte ordern die Blutkonserven per WhatsApp oder mit einem Online-Formular. Dann werden sie in Pappkartons verpackt und an einen Minifallschirm gehängt. Sobald die beladene Drohne ihre Basisstation verlassen hat, geht eine Bestätigungsnachricht an das Hospital. Die Drohne fliegt mit knapp 100 km/h Richtung Ziel, wirft das Päckchen am vorgesehenen Ort ab und kehrt zur Basisstation zurück.


