Folgen des Lkw-Streiks wirken nach / Von Gloria Rose (September 2018)
São Paulo (GTAI) - Statt Erholung erlebt Brasiliens chemische Industrie 2018 unerwartete Rückschläge. Betroffen ist auch die stabile Düngemittelbranche.
Marktentwicklungen und -trends - Industriechemikalien verlieren Steuerbegünstigung
Der elftägige Lkw-Fahrer-Streik im Mai 2018 hatte gravierende Folgen für Brasiliens Chemieindustrie. Zunächst litt die Branche ebenso wie viele andere unter dem allgemeinen Konsumausfall und den Ineffizienzen in der Produktion durch die mangelhafte Versorgung mit Vorprodukten. Darüber hinaus beschloss die Regierung zur Finanzierung der versprochenen Dieselpreissubventionierung das Industrieförderprogramm Regime Especial da Indústria Química (REIQ) bereits im September 2018 zu beenden. Die etwa 25 betroffenen Petrochemiekonzerne sehen sich dadurch deutlich höheren Steuern ausgesetzt. Der Branchenverband Associação Brasileira da Indústria Química (Abiquim) schätzt den zusätzlichen Steuerbetrag für das Jahr 2018 auf etwa 300 Millionen Reais (R$; etwa 72 Millionen Euro; Durchschnittswechselkurs 1. Halbjahr 2018: 1 Euro = 4,14 R$) und für 2019 auf etwa 900 Millionen R$.


