Heimische Verkaufsflaute drückt auf die Fertigung / Von Florian Steinmeyer (September 2019)
Mexiko-Stadt (GTAI) - Nach Produktionszuwächsen im 1. Halbjahr trübt sich die Lage der mexikanischen Kfz-Industrie zunehmend ein. Damit ist die Hochphase des Sektors definitiv vorbei.
Allgemeine Marktentwicklungen und -trends - Ausfuhren beginnen zu schwächeln
Der mexikanische Verband der Pkw-Hersteller AMIA (Asociación Mexicana de la Industria Automotriz) hat für das Gesamtjahr 2019 eine Produktionssteigerung von 3,5 Prozent in Aussicht gestellt. Angesichts einer bis August sinkenden Fertigung von 0,9 Prozent werden diese Prognosen aber kaum zu halten sein, auch wenn nach und nach zusätzliche Kapazitäten der Anfang Juni eröffneten Fabrik von BMW hinzukommen.
Hauptgrund für die schwache Entwicklung sind die weiter sinkenden Verkaufszahlen auf dem nationalen Markt. Für 2019 geht der Autohändlerverband AMDA (Asociación Mexicana de Distribuidores de Automotores) davon aus, dass der Absatz um 6,5 Prozent zurückgeht. Bis August lag das Minus bei 7 Prozent. Das geringe Wirtschaftswachstum infolge der Zollandrohungen aus den USA und des unklaren Kurses der neuen Regierung verunsichern die Konsumenten.
Während in den letzten beiden Jahren der Export die Produktion stützte, beginnt dieser seit Juni 2019 ebenfalls zu schwächeln. Besonders schwer wiegt, dass die Lieferungen Richtung USA zurückgehen. Der nördliche Nachbar nimmt rund drei Viertel der Pkw-Exporte Mexikos ab.
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