Steigende Kosten belasten die inländische Produktion / Von Gloria Rose (März 2019)
São Paulo (GTAI) - Die Importabhängigkeit des Sektors steigt. Voraussetzung für eine Wende sind niedrigere Energie- und Rohstoffpreise.
Marktentwicklungen und -trends - Bedarf an Industriechemikalien soll 2019 wieder steigen
Brasiliens Markt für Industriechemikalien brach im vierten Quartal ein. Für das Jahr 2018 verzeichnete der Branchenverband Associação Brasileira da Indústria Química (Abiquim) damit einen Rückgang der inländischen Nachfrage nach Industriechemikalien um 1,4 Prozent. Die inländische Produktion ging 2018 um 4,2 Prozent zurück. Für 2019 erwartet der Verband ein erneutes Absatzwachstum um voraussichtlich 3 Prozent.
Bei der sehr langsamen Erholung der brasilianischen Wirtschaft legen die Chemieimporte überdurchschnittlich stark zu. Das Handelsbilanzdefizit für Industriechemikalien erreichte 2018 fast wieder das Rekordniveau der Jahre 2013 und 2014. Abiquim macht auf die wachsende Importabhängigkeit Brasiliens aufmerksam. Dabei lastete die heimische Chemieindustrie ihre Kapazitäten im Durchschnitt des Jahres 2018 nur zu 77 Prozent aus. Die Lage werde sich ohne Industrieförderung und grundlegende Reformen verschärfen, warnt Fernando Figueiredo, der geschäftsführende Vorsitzende von Abiquim. Erste Fabriken stellten den Betrieb ein.
Das Industrieförderprogramm Regime Especial da Indústria Química (REIQ) läuft nicht vorzeitig aus. Somit erhalten die etwa 25 betroffenen Petrochemiekonzerne die vorgesehenen Steuererleichterungen noch bis 2021. Doch die Aufwertung des US-Dollar (US$) und die Verteuerung wichtiger Rohstoffe wie Erdgas, Rohöl und Naphtha machen der Industrie zu schaffen. Seit März 2019 gelten ermäßigte Zolltarife für 49 Chemikalien, die weder in Brasilien, noch in den Mercosur-Partnerländern Argentinien, Uruguay und Paraguay produziert werden.
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