Importe verzeichneten 2007 hohe Zuwachraten
Die Absätze von Möbelprodukten auf dem Binnenmarkt stiegen nach den Prognosen des zuständigen Fachverbands Abimóvel (Associação Brasileira dos Fabricantes de Móveis) im vergangenen Jahr auf R$ 13 Mrd. Dies entspricht einer Zunahme von knapp 10% gegenüber 2006. Die starke Nachfrage auf dem Binnenmarkt führt nach Angaben von Abimóvel dazu, dass sich ausländische Unternehmen verstärkt in Brasilien niederlassen. Dies gilt besonders für die Hersteller von hochpreisigen Möbeln. Nach Informationen der Wirtschaftszeitung ‘Gazeta Mercantil’ stellt das norwegische Unternehmen Ekornes seit 2007 im Rahmen eines Joint-Venture mit einem brasilianischen Partner hochwertige Polstermöbel in São Paulo her. Ekornes ist der größte Möbelproduzent Skandinaviens. Bis 2008 sollen 400 Einheiten auf dem Binnenmarkt sowie 1.000 Einheiten in Südamerika abgesetzt werden. Im zweiten Halbjahr 2008 will Ekornes außerdem die Möbelgarnitur Jazzi in Brasilien auf den Markt bringen. Der Verkaufspreis wird nach Angaben von ‘Gazeta Mercantil’ bei R$ 15 Tsd. pro Einheit liegen. Die Zahl der Verkaufsstellen soll bis Ende 2008 von zehn auf 20 verdoppelt werden. Nach Informationen von Abimóvel erhöhten sich die Importe von Möbeln 2007 gegenüber dem Vorjahr überdurchschnittlich um 45%. Das Importvolumen stieg von US$ 203 Mio. auf US$ 294 Mio. Die Exporte lagen bei US$ 967 Mio. und damit 2,7% höher als 2006. Die Ausfuhren in die USA gingen im Vorjahr allerdings deutlich um 17% auf US$ 246 Mio. zurück. Das nordamerikanische Land ist die wichtigste Abnehmerregion für brasilianische Möbelprodukte. Der Rückgang wird auf die zunehmende Konkurrenz der Mitbewerber besonders aus China zurückgeführt. Die Handelsbilanz der Branche ist mit einem Überschuss von US$ 700 Mio. unverändert positiv. Der Saldo wird aufgrund des starken Importanstiegs allerdings in diesem Jahr voraussichtlich zurückgehen.
Quelle: Wochenbericht Nr. 3, 29.Januar 2008, Eine Gemeinschaftspublikation der Deutsch- Brasilianischen Auslandshandelskammern und der Bundesagentur für Außenwirtschaft (bfai)


