Experten korrigieren Wachstumsprognosen für 2018 nach unten / Von Gloria Rose (April 2018)
São Paulo (GTAI) - Das erste Quartal verlief für Brasilien schlechter als erwartet. Die Wirtschaftsforschungs- und Finanzinstitute korrigierten die Prognosen entsprechend herab. Politische Themen rücken immer stärker in den Vordergrund und verringern die Chancen auf Gesetzesbeschlüsse. Zu wichtigen Reformen wird es in diesem Jahr kaum noch kommen. Auch die Investitionen dürften erst nach der Wahl wieder an anziehen.
Die Haushalte und Unternehmen halten sich weiter zurück und ermöglichen nur einen verhaltenen Anstieg der Investitionen und des Konsums. Somit erholte sich Brasiliens Wirtschaft im ersten Quartal 2018 langsamer als erwartet. Die Ergebnisse der Industrie und des Dienstleistungssektor enttäuschten. Nach aktueller Prognose des Wirtschaftsinstitutes der Getúlio Vargas Stiftung (Ibre-FGV) ergibt sich für das erste Quartal eine Steigerung des Bruttoinlandsproduktes von 0,5 Prozent im Vergleich zum vierten Quartal 2017. Dabei legte der Agrarsektor um 1,5 Prozent zu, die Industrie um 0,6 Prozent und der Dienstleistungssektor um nur 0,2 Prozent. Für das Jahr 2018 korrigierte Ibre-FGV die Wachstumsprognose von bisher 2,8 Prozent auf 2,6 Prozent herab. Die allwöchentliche Erhebung der Zentralbank am Finanzmarkt ergab zuletzt nur noch eine Prognose von 2,7 Prozent BIP-Wachstum.


