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Brasilien

Brasilien fehlt Geld für Infrastrukturausbau


Neuer Anlauf für Konzessionen / Flughäfen haben Priorität
Von Oliver Döhne

São Paulo (GTAI) - Brasilien muss seine Infrastruktur ausbauen. Das Land steht aber vor dem Problem, dass die öffentlichen Kassen leer sind und die Konjunktur lahmt. Die bisherigen Versuche, mehr private Unternehmen ins Boot zu holen, brachten nur wenige Erfolge. Die Interimsregierung reduzierte die Zahl der Projekte stark und fokussiert sich auf schnell Umsetzbares. Gleichzeitig will sie bessere Konditionen für Investoren schaffen, mehr private Banken einbinden und Verwaltungsabläufe vereinfachen.

Brasiliens Infrastrukturausbau kam in den vergangenen Jahren trotz ambitionierter Pläne kaum voran. Das Infrastrukturprogramm PAC (Programa de Aceleração do Crescimento) blieb weit hinter den Zielen zurück. Nun sind auch noch der - dringend nötige - Sparkurs des öffentlichen Haushalts und die politische Krise dazu gekommen. Die Regierung setzt daher stärker auf private Unternehmen, die sich bisher nur punktuell für Konzessionen für Häfen, Flughäfen, Autobahnen und Schienenstrecken interessieren. Als eine seiner ersten Amtshandlungen schuf Interimspräsident Michel Temer das Programm für Investitionspartnerschaften (Programa de Parcerias de Investimento, PPI), das die Kooperation mit dem Privatsektor fördern soll.

Quelle: AHK Sao Paulo