Zug- und Autobahn-Großprojekte geplant / Neues Regierungsprogramm startet erfolgreich / Von Edwin Schuh
Durch die seit Mitte 2014 herrschende Wirtschaftskrise sind in Brasilien Infrastrukturprojekte fast zum Erliegen gekommen. Zum Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 9% kam der Korruptionsskandal um Petrobras und die größten Baukonzerne des Landes wie Odebrecht und Andrade Gutierrez. Für 2017 erwarten Analysten jedoch ein Ende der Rezession dank politischer Reformen und Zinssenkungen der Zentralbank, welche die Investitionen ankurbeln sollen.
Ab 2018 wird ein stärkeres Wirtschaftswachstum prognostiziert, wodurch es auch wieder zur Umsetzung größerer Infrastrukturvorhaben kommen könnte. Die folgende Aufstellung umfasst die derzeit in Brasilien anvisierten Projekte der Transportinfrastruktur mit einer Investitionssumme über 2 Mrd. US$. Einige visionäre Vorhaben wie der Hochgeschwindigkeitszug zwischen Rio de Janeiro und São Paulo oder eine Zugverbindung an die peruanische Pazifikküste sind bislang eher Ideen und dürften, wenn überhaupt, erst mittel- bis langfristig realisiert werden.


