In Brasilien sind fast alle großen Baukonzerne des Landes in den Petrobras-Korruptionsskandal verwickelt. Daraus könnten sich Chancen für neue Marktakteure ergeben. Für ausländische Unternehmen ist ein konsequentes Engagement Voraussetzung für den geschäftlichen Erfolg. Zudem ist die Zusammenarbeit mit einem inländischen Partner sinnvoll. Vor allem Brasiliens Infrastruktur muss effizienter werden, damit das Land im internationalen Wettbewerb bestehen kann.
Brasiliens Baubranche wird traditionell von einer Handvoll mächtiger einheimischer Konzerne beherrscht, die eine komplette Angebotspalette bieten und über beste Kontakte in die Politik verfügen. Diese Konzerne sind außer in Lateinamerika auch in Afrika, Europa und den USA aktiv. Öffentliche Großprojekte gingen in der Regel bisher an die einheimischen Branchenriesen.
Ausländische Konzerne konzentrierten sich dagegen meist auf kleinere Projekte im privaten Bereich. Allerdings haben inzwischen fast alle großen brasilianischen Baukonzerne erhebliche Probleme im Rahmen des Korruptionsskandals um den staatlichen Ölkonzern Petrobras bekommen. Nach Ansicht von Marktkennern könnten sich dadurch Chancen für neue und besonders ausländische Akteure ergeben, da die Platzhirsche vorerst mit sich selber beschäftigt sein werden.


