Hersteller von Billigprodukten profitieren
Von Gloria Rose
São Paulo (GTAI) - Die meisten Konsumenten von Kosmetika in Brasilien ersetzen Premiumprodukte durch preisgünstige Alternativen. Dementsprechend profitieren die Hersteller von Billigprodukten von der Krise. Zudem gewinnen inländische Produkte gegenüber den durch den Wechselkurs verteuerten Importprodukten an Bedeutung. Kosteneinsparungen werden auch über Änderungen der Verpackungen erreicht. So liegen Sparpackungen im Trend. (Internetadresse)
Geringere Kaufkraft und hohe Preissteigerungen beeinträchtigen die Nachfrage nach Kosmetika, Körper- und Haarpflege. Insbesondere die gestiegenen Importkosten für Grundstoffe und abrupte Steuererhöhungen trieben die Preise 2015 um durchschnittlich 11% in die Höhe. Im Jahr 2016 hoben einige Bundesstaaten die Umsatzsteuer auf Kosmetikartikel an und sorgen damit für erneute Preissteigerungen. Nach einem realen Umsatzeinbruch 2015 um 8% auf 42,6 Mrd. brasilianische Reais (R$, etwa 9,9 Mrd. Euro, Jahresdurchschnittskurs 2015: 1 Euro = 4,3117 R$) und einem schlechten ersten Quartal erwartet Branchenverband Abihpec auch für 2016 einen Rückgang um 8%. Im internationalen Ranking der bedeutendsten Kosmetikmärkte fiel Brasilien vom dritten auf den vierten Platz hinter den USA, der VR China und Japan zurück.


