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Brasilien

Brasiliens Kosmetikmarkt mit deutlichem Rückgang


Der Trend geht zu günstigeren Produkten und Sparpackungen / Von Edwin Schuh

São Paulo (GTAI) - Gestiegene Importkosten für Vorprodukte und Steuererhöhungen trieben die Preise für Kosmetika in Brasilien in die Höhe. Kosteneinsparungen werden auch über preisgünstigere Produkte sowie Änderungen der Verpackungen erreicht. So liegen Sparpackungen im Trend. Im Juni 2016 erweiterte die Gesundheitsbehörde die Liste verbotener Stoffe. Anpassungen der Produktion sind zu erwarten.

Der brasilianische Markt für Kosmetik, Körper- und Haarpflege erlebte 2015 den ersten Umsatzrückgang seit 23 Jahren, um 1,4% auf 42,6 Mrd. brasilianische Reais (R$, etwa 12,8 Mrd. US$, Jahresdurchschnittskurs 2015: 1 US$ = 3,33 R$). Im internationalen Ranking der bedeutendsten Kosmetikmärkte rutschte Brasilien vom dritten auf den vierten Platz hinter den USA, der VR China und Japan zurück. Nach einem schlechten ersten Halbjahr erwartet der Branchenverband Abihpec auch für 2016 einen deutlichen Rückgang. Die gestiegenen Importkosten für Grundstoffe infolge der Abwertung des Real und eine abrupte Erhöhungen der IPI-Steuer auf Kosmetik im Mai 2015 trieben die Preise um durchschnittlich 11% in die Höhe. Im Jahr 2016 hoben einige Bundesstaaten die Umsatzsteuer auf Kosmetikartikel an und sorgen damit für erneute Preissteigerungen. Auch liegt der Pro-Kopf-Verbrauch in Brasilien bereits sehr hoch, sodass zukünftig Dynamik besonders vom Export kommen sollte.

Quelle: GTAI - Germany Trade and Invest