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Brasilien

Brasiliens Nahrungsmittel- und Getränkehersteller investieren wieder mehr


Haushalte sparen / Exporte gewinnen an Bedeutung / Von Edwin Schuh (August 2017)

Brasiliens Wirtschaft hat sich stabilisiert und wird dieses Jahr wohl aus der Rezession kommen. Die wieder steigende Nachfrage nach Nahrungsmitteln und Getränken fördert die Investitionen der Hersteller in ihre Produktionskapazitäten. Der Export gewinnt aufgrund des günstigen Wechselkurses an Bedeutung. Die hohe Nachfrage aus China und Russland verknappt das inländische Fleischangebot. Die Haushalte konzentrieren sich auf Grundnahrungsmittel, was den Absatz von Molkereiprodukten schwächt.

Laut dem Verband der Nahrungsmittelhersteller Abia (Associação Brasileira das Industrias da Alimentação, http://www.abia.org.br) stiegen die Verkäufe von Nahrungsmitteln im 1. Halbjahr 2017 um 1,5 Prozent, nachdem sie längere Zeit wegen der Wirtschaftskrise rückläufig waren. Damit hat die Nachfrage laut Experten ihren Tiefststand überschritten und dürfte zukünftig wieder nach oben zeigen, wenn auch mit verhaltenen Wachstumsraten. Die Arbeitslosigkeit war Mitte 2017 mit 13 Prozent etwas niedriger als noch zu Jahresbeginn (13,7 Prozent), was sich positiv auf den Nahrungsmittelkonsum auswirkt. Darüber hinaus gewinnt der Export infolge des günstigen Wechselkurses an Bedeutung. Zwischen Januar und Juli 2017 legten die Ausfuhren von verarbeiteten Lebensmitteln um 25,8 Prozent zu und erreichten 7 Milliarden US-Dollar (US$), was 5,6 Prozent der gesamten Exporte Brasiliens entsprach.

Quelle: GTAI - Germany Trade & Invest