direkte Bereichesauswahl

Brasilien

Brasiliens Nahrungsmittelbranche leidet unter Rezession


Molkereiprodukte weniger nachgefragt / Maiskrise erschwert Investitionen
Von Gloria Rose

São Paulo (GTAI) - Brasiliens Rezession hat alle Abnehmerbranchen der Verpackungsindustrie erfasst. So gingen 2015 Produktion und Verkauf von Nahrungsmitteln zurück. Auf Fleischwaren und Molkereiprodukte wirkt sich der gestiegene Maispreis negativ aus. Steuererhöhungen verteuern zudem alkoholische Getränke. Trotz der kritischen Lage investiert die Branche. Im 1. Halbjahr 2016 zeichnet sich eine Stabilisierung der Produktion ab. Darüber hinaus gewinnt der Export aufgrund des günstigen Wechselkurses an Bedeutung. (Internetadressen)

Laut Verband der Verpackungsindustrie ABRE ging die Produktionsmenge des Sektors 2015 um 4,3% zurück. Die durchschnittliche Auslastung der Kapazität lag mit 82,5% deutlich unter der bereits geringen Auslastung 2014 von 86,3%. Infolge von Preissteigerungen legte der Branchenumsatz allerdings um 4,8% auf 57,2 Mrd. brasilianische Reais (R$, etwa 13,3 Mrd. Euro, Jahresdurchschnittskurs 2015: 1 Euro = 4,3117 R$) zu. Damit trug die Verpackungsindustrie 0,97% zum Bruttoinlandsprodukt bei. Rund 40% des Branchenumsatzes erwirtschafteten die Unternehmen über die Herstellung von Plastikverpackungen. Weitere wichtige Materialien sind Wellpappe (18%), Metall (17%), Karton (10%), Papier (6%) und Glas (5%). Für 2016 erwartet ABRE eine erneute Produktionsminderung um 2,8% und ein inflationsbedingtes Umsatzwachstum um 5,8% auf 60,7 Mrd. R$.

Quelle: GTAI - Germany Trade and Invest