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Brasilien

Brasiliens Nahrungsmittelbranche schwächelt weiter


Hoher Maispreis verteuert Fleisch- und Molkereiprodukte / Gesündere Getränke bevorzugt / Von Edwin Schuh

São Paulo (GTAI) - Höhere Arbeitslosigkeit und niedrigere Einkommen drücken die Nachfrage der Brasilianer nach Konsumgütern wie Nahrungsmittel und Getränke. So gingen 2016 Produktion und Verkauf von Nahrungsmitteln weiter zurück. Der Tiefststand ist Marktbeobachtern zufolge jedoch erreicht. Auf Fleischwaren und Molkereiprodukte wirkt sich der gestiegene Maispreis negativ aus. Steuererhöhungen verteuern zudem alkoholische Getränke. Trotz der kritischen Lage investiert die Branche.

Laut dem Verband der Nahrungsmittelhersteller Abia ging der Verkauf von Nahrungsmitteln in Brasilien zwischen Januar und Oktober 2016 real nur noch um 0,1% zurück. Die Nachfrage hat nach Ansicht von Marktbeobachtern den Tiefststand erreicht. Darüber hinaus gewinnt der Export infolge des günstigen Wechselkurses an Bedeutung. Die Produktion von Nahrungsmitteln sank zwischen Januar und Juli 2016 um 0,8%. Besonders schlecht schnitten Molkereiprodukte (-8,1%), Schokolade, Kakao und Süßwaren (-6,1%), Weizenprodukte (-4,4%) und Getränke (-4,2%) ab. Zulegen konnten die Produktion von Obst- und Gemüsekonserven (+7,8%), Kaffee, Zucker und Salz (+3,4%) sowie Öle und Fette (+2,1%).

Quelle: GTAI - Germany Trade and Invest