Unternehmen investieren in Verteilungszentren und Biosimilars / Von Edwin Schuh
São Paulo (GTAI) - Die Pharmaindustrie hat mit höheren Kosten und dem Sparkurs der Regierung zu kämpfen. Der Absatz von Pharmazeutika bleibt jedoch unbeeindruckt von der Krise. Die Branche profitiert von dem verstärkten Alterungsprozess, neuen Behandlungsmethoden sowie weiteren Konsumentengruppen. Unternehmen investieren verstärkt in Verteilzentren. Brasilianische Hersteller von Biosimilars bauen auf Technologietransfer und Partnerschaften mit multinationalen Konzernen.
Die Verkäufe von Pharmazeutika in Brasilien legten 2016 wieder stärker zu als noch 2015. Daten vom Marktforschungsunternehmen IMS Health belegen zwischen Januar und Oktober 2016 ein Wachstum des Umsatzes von Medikamenten und Generika von 11,8% auf 46,8 Mrd. brasilianische Reais (R$, etwa 14,2 Mrd. Euro, Devisenkurs am 15.2.17: 1 Euro = 3,29 R$). Die Absatzmenge stieg jedoch nur um 6%, was auf Preissteigerungen hindeutet. Die Gewinnmargen der Industrie werden durch die wechselkursbedingte Verteuerung der zu rund 90% importierten Wirkstoffe, durch verzögerte Preisanpassungen der staatlichen Regulierungsbehörde für Medikamente Cmed und weniger staatliche Beschaffung beeinträchtigt. Positive Faktoren für die Perspektiven der Branche sind der sich verstärkende Alterungsprozess, neue Behandlungsmethoden sowie neue Konsumentengruppen.


