Konzessionen über 6 Mrd. Euro seit Oktober 2016 / Aussicht auf weitere Vergaben
Von Gloria Rose
Nach der Investitionskrise zeichnet sich für die kommenden Jahre ein intensiver Ausbau von Brasiliens Strominfrastruktur ab. Der Wettbewerb um die Konzessionen wird härter. Unter den neuen Investoren finden sich viele ausländische Unternehmen. Für Investmentbanken und Zulieferer gilt Transmission derzeit als das aussichtsreichste Segment in Brasiliens Energiesektor.
Die zunehmende Bedeutung von Biomasse, Windkraft und Solarenergie insbesondere in der dezentralen Stromerzeugung stellt neue Anforderungen an Brasiliens Strominfrastruktur. Zudem verzögerte die Investitionskrise der vergangenen vier Jahre den Ausbau des Verbundnetzes SIN (Sistema Interligado Nacional). Der Energieplanungsbehörde EPE zufolge sind bis 2022 zusätzliche Investitionen von insgesamt 38,8 Mrd. brasilianischen Reais (R$, etwa 10,1 Mrd. Euro, Durchschnittskurs 2016: 1 Euro = 3,8561 R$) erforderlich. Für die Erweiterung um 21.503 km Übertragungsleitungen berechnet EPE einen Aufwand von 25,9 Mrd. R$. Weitere 12,9 Mrd. R$ fallen für den Bau von 54 neuen Umspann- und Lastverteilwerken an.


