Indonesien ist für den deutschen Außenhandel von untergeordneter Bedeutung. Im Jahr 2020 wurden Waren im Wert von nur 2,4 Milliarden US-Dollar in das G20-Land exportiert, das entspricht etwas mehr als einem Drittel der Lieferungen nach Luxemburg. Die deutschen Direktinvestitionen machen weniger als ein Prozent der ausländischen Mittelzuflüsse des Archipels aus.
Der Inselstaat ist kaum in internationale Lieferketten eingebunden und daher industriell schwach entwickelt. Gleichzeitig herrscht ein ausgeprägter Wirtschaftsnationalismus, der eine ausländische Konkurrenz für einheimische Unternehmen möglichst gering hält. Dennoch könnte der Archipel durch die Liberalisierung seines Investitionsrechts und als alternativer Produktionsstandort zu China in den kommenden Jahren für deutsche Firmen an Bedeutung gewinnen.


