Aus dem Ausland heraus ist der spanische Markt schwer zu bearbeiten. Das EU-Hilfspaket verbessert die Umsetzungschancen für Schienenprojekte.
Von Oliver Idem | Madrid
Zentrale Ausschreibungsplattform soll stärker genutzt werden
Spanien konnte sich im Korruptionswahrnehmungsindex 2019 von Transparency International verbessern. Mit einer verbesserten Punktzahl reichte es für einen Sprung von Weltrang 41 auf Platz 30. Damit zählt Spanien zu den oberen 15 Prozent der korruptionsärmsten Länder.
Das Regulierungsbüro für öffentliche Vergaben formulierte im Dezember 2019 dennoch Empfehlungen für Verbesserungen und mehr Transparenz. Diese zielen vor allem darauf ab, die zentrale Ausschreibungsplattform noch intensiver zu nutzen. Zudem sollen die dort einzutragenden Daten durch alle Regionen einheitlich eingepflegt und aktualisiert werden. Die zentrale Plattform ist auch in einer englischen und einer französischen Sprachversion verfügbar.
Lokale Präsenz oder spanische Partner sind wichtige Erfolgsfaktoren
Aus dem Ausland heraus an größere private oder öffentliche Bauaufträge in Spanien zu kommen, ist nach der Meinung von Branchenkennern nahezu unmöglich. Eine Niederlassung, die die marktspezifischen und ortsüblichen Gepflogenheiten kennt, verbessert die Chancen erheblich.
Anders sieht es für Zulieferer in Nischen aus, die über gefragtes Spezialwissen und besondere Produkte verfügen. Im Hochbau betrifft dies vor allem Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen mit Blick auf Energieeffizienz, Barrierefreiheit, Sicherheit und altersgerechtes Wohnen. Chancen gibt es auch in der Altbau- und Stadtsanierung.
Für spezialisierte Zulieferer können sich auch Geschäftsmöglichkeiten ergeben, wenn sie noch nicht in Spanien vertreten sind. Entscheidender Erfolgsfaktor ist dann ein guter lokaler Vertriebspartner.
Die GTAI stellt ausführliche Informationen zum Wirtschafts- und Steuerrecht sowie zu Einfuhrregelungen, Zöllen und nichttarifären Handelshemmnissen zur Verfügung.
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