Lediglich die Nachfrage nach deutschen Medizinprodukten stieg im Jahr 2020, ansonsten gingen die gesamten griechischen Einfuhren aus Deutschland um 2,4 Prozent zurück.
Man erhofft sich Erholung der griechischen Wirtschaft mit Unterstützung aus den europäischen Fördermitteln und durch die Eindämmung der Pandemie.
Der Tourismussektor ist besonders gebeutelt von der Pandemie. Hierunter hat auch der Kfz-Markt zu leiden, denn die Erneuerung der Flotten der Autovermietung kurbelt die Nachfrage an. Auch die Fördermittel für Elektroautos wirken sich positiv auf die Nachfrage aus. Ein Drittel aller Autos stammen aus Deutschland. In 2020 wurden coronabedingt 10 Prozent weniger Autos aus Deutschland importiert als im Vorjahr.
In der Importstatistik liegt Deutschland jedoch weiterhin auf dem ersten Rang.
China konnte sich auf den 3. Platz hocharbeiten. Von dort kamen in 2020 vorwiegend Büro- und Datenverarbeitungstechnik sowie elektrische Maschinen. Während die Lieferung von elektrischen Geräten und Maschinen aus China aufgrund ihrer niedrigen Preise um knapp die Hälfte anstiegen, gingen diese Importe aus Deutschland um 8,8 Prozent zurück.
Exportschlager der Griechen sind Pharmazeutika, deren Exporte in 2020 um fast 50 Prozent anstiegen. In der pharmazeutischen Branche sind in den nächsten vier Jahren Investitionen in Höhe von 1,5 Milliarden Euro geplant.
Die Lebensmittelexporte nach Deutschland nahmen um 7% zu, wobei vor allem griechische Fette und Öle, Gemüse und Obst zulegten. Bis 2027 sind der Ausbau und die Modernisierung des Agrarsektors und der Lebensmittelindustrie geplant.
Der wichtigste Abnehmer Griechenlands ist Italien mit 10,6 Prozent. Deutschland erreicht mit 7,8 Prozent vor Frankreich, Zypern und Bulgarien den zweiten Platz.


