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Brasilien

Der Mercosur hofft auf eine Wiederbelebung


Der Regierungswechsel in Argentinien bringt neue Impulse für den südamerikanischen Wirtschaftsverbund Mercosur. Beim jüngsten Gipfeltreffen der Wirtschaftsgemeinschaft in Asunción beschlossen die Mercosur-Staatschefs den Abbau von Handelshemmnissen im intraregionalen Warenaustausch und eine stärkere Öffnung des Mercosur für dritte Länder und Regionen. Priorität haben die Freihandelsverhandlungen mit der EU und eine Annäherung an die Pazifik-Allianz.

Das 49. Gipfeltreffen der Mercosur-Staatschefs am 21.12.15 im paraguayischen Asunción stand ganz unter dem Eindruck der erstmaligen Teilnahme des neuen argentinischen Staatspräsidenten Mauricio Macri. Mit seiner Forderung nach einer prompten Freilassung von "politischen Gefangenen" in Venezuela sorgte Macri zwar für politischen Zündstoff innerhalb des Wirtschaftsblocks. Gleichzeitig begrüßten die Vertreter der anderen Mercosur-Staaten jedoch den angekündigten Abbau von Einfuhrhemmnissen in Argentinien, der dem rückläufigen internen Warenaustausch im Mercosur neue Schwung bringen dürfte.

Macri machte sich für eine Öffnung des Mercosur nach außen stark, allem voran für einen baldigen Abschluss des seit zwanzig Jahren diskutierten Freihandelsabkommens mit der EU. Während die frühere argentinische Regierung unter Ex-Präsidentin Cristina Kirchner bei der Öffnung des Wirtschaftsblocks nach außen kontinuierlich gebremst hatte, sieht Macri den Mercosur als Plattform für die Integration mit anderen Ländern und Regionen.

Quelle: GTAI - Germany Trade and Invest

Dateien:
gtai_-_brasilien_-_der_mercosur_hofft_auf_eine_wiederbelebung_-_2016-01-05.pdf